Kleines Dorf aber viele Themen

Kleefeld wird von Ratherrn Arno Frahmann vertreten

Arno Frahmann vertritt die Kleefelder Interessen im Edewechter Gemeinderat.
Arno Frahmann vertritt die Kleefelder Interessen im Edewechter Gemeinderat.
Beim traditionellen Frühschoppen in Kleefeld im Frühjahr, organisiert von Ratsherr Arno Frahmann, standen die Sanierungen verschiedener Straßen im Fokus. Die Spätfolgen des extrem trockenen Sommers von 2018 sind stark sichtbar. Sehr gelitten hat zum Beispiel der Querweg durch den starken Umleitungsverkehr 2019. Da es stellenweise immer wieder zu Versackungen kommen kann, könnte bei einer Sanierung das abschnittsweise Einbringen einer Geomatte (wie in der Friedrichstraße) für eine höhere Stabilität sorgen.

Auch der Durchgangsverkehr trägt zum hohen Verkehrsaufkommen in Kleefeld bei. Nicht immer werden möglichweise die Gewichtsbeschränkungen von schweren Nutzfahrzeugen eingehalten. Es ist geplant, die gefahrenen Durchschnittgeschwindigkeiten auf der Alpenrosenstraße und vom Fuhrkenschen Grenzwegs zu erfassen.

Für ein harmonisches Miteinander mit dem stetig steigenden Fahrradverkehr auf Kleefelder Straßen sind angemessene Geschwindigkeiten und ein gelenkter Verkehrsfluss wichtig. Noch ist es auch unklar, welche Auswirkungen die geplante Fahrradstraße am Portsloger Damm auf den Verkehrsfluss haben wird. Die Schulkinder, die am Portsloger Damm das Buswartehäuschen nutzen, erhalten zur Erhöhung der Sicherheit eine zusätzliche Beleuchtung.

Lebhaft diskutiert wurde über Pflegearbeiten an Böschungen und Gräben. Auf der einen Seite ist das Lebensraum für Pflanzen und Tiere und auf der anderen Seite dienen die Gräben zur Regulierung des Bodenwasserhaushalts und bilden oft die Grundlage der Be- oder Entwässerung für die Landwirtschaft. Für ein permanentes Freihalten aller Gräben hat die Gemeinde nicht genügend Kapazitäten. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt, um den Lebensraum für Tiere und Pflanzen weitgehend zu schonen. Jede Menge Informationen gab es von Arno Frahmann zu den Planungen der Höchstspannungstrasse (Projekt CCM). Tennet sieht die Freileitung als die raum- und umweltverträglichere Alternative, da der Eingriff in den Boden durch die offene und geschlossene Bauweise ein erheblicher Eingriff in die Natur ist.

Aktuell läuft das Zielabweichungsverfahren. Hier entscheidet das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz darüber, ob und wie einer Abweichung von den Zielen der Raumordnung bei der Planung in diesem Abschnitt stattgegeben werden kann. Nach Abschluss dieses Verfahrens wird Tennet den genauen Trassenverlauf erneut auf einer Informationsveranstaltung vorstellen. Danach werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erstellt und bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) eingereicht. Tennet geht derzeit davon aus, dass das Planfeststellungsverfahren für die Strecke von Kayhauserfeld bis zur Kabelübergangsanlage Beverbruch 2021 starten wird. Im Planfeststellungsverfahren wird die zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Entscheidung treffen, ob die Leitung zwischen Kayhauserfeld und Harbern als Freileitung oder Erdkabel gebaut wird und welchen genauen Verlauf sie dabei nimmt.

Auf der Tagesordnung der gut besuchten Versammlung stand auch die Bildung einer Kleefelder Ortsürgerrunde. Bisher gibt es keine Organisation und keinen Verein als Bindeglied zwischen Einwohnern und der Gemeinde, wenn es um die vielfältigen Belange des Ortes geht.

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