Wo steht Edewecht 2040?

Klausurtagung der Fraktion

Krippenplätze waren auch Thema bei der CDU-Klausurtagung
Krippenplätze waren auch Thema bei der CDU-Klausurtagung
Der positive Konjunkturtrend ist auch in Edewecht zu spüren. Vor allem niedrige Gebühren und Steuern würden als positiver Standortfaktor wahrgenommen, hieß es auf einer Tagung der CDU-Fraktion. Angestoßen haben die Christdemokraten ein Forum mit der Fragestellung: „Wo steht Edewecht 2040“.

Auf der Klausurtagung diskutierten die Ratsmitglieder vor allen Dingen über den 450 m langen Bereich der Hauptstraße von der Oldenburger Straße bis zur Holljestraße; hier gibt es mehrere Engpässe. Auch die Weiterentwicklung der angrenzenden Straßen Grubenhof und Bahnhofstraße kamen zur Sprache, um den Ortskern mit einem schlüssigen Konzept aufzuwerten. „Wie wäre es hier mit einem völlig neuen Charakter?“ fragten die Ratsherren Jürgen Kuhlmann und Christian Eiskamp. Sie möchten gerne in ihrem Vorschlag den Verkehrsraum weiterentwickeln und die Verkehrssicherheit erhöhen. Dazu schlugen sie Tempo 20 mit einer schmaleren Fahrbahn und breiterem Fußweg vor. Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit, den Schwerlastverkehr zu verringern oder ganz durch das Industriegebiet zu leiten. Wichtig für ein schlüssiges Gesamtkonzept sind nach den Vorstellungen der CDU ein Ideenwettbewerb und eine Bürgerbeteiligung. Grundlage dafür wäre eine erneute Verkehrszählung. Nach Willen der CDU-Fraktion soll auch der ÖPNV nach Oldenburg weiter ausgebaut werden. Eine Anbindung über Petersfehn in Richtung Universität wäre überlegenswert. Industrie- und Gewerbegebiete möchte man behutsam weiterentwickeln; es gibt aktuell Bedarf zur Neuausweisung. Auch Bauplätze für Wohnbebauung sind nach wie vor überall im Gemeindegebiet knapp und begehrt. Begrüßt wurden die Vergabekriterien von gemeindeeigenen Wohnbauflächen und auch Verdichtung und Hinterbebauung sollen konsequent genutzt werden, wo es möglich ist. Die CDU-Fraktion legt besonders Wert darauf, dass in reinen Wohngebieten mit Einfamilienhäusern auch in Zukunft, bei möglichen Baulücken, nur Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften entstehen sollten. Die CDU-Fraktion will sich auch dafür einsetzen, dass auch die kleineren Ortschaften in Edewecht, hinsichtlich von neuen Bauplätzen, berücksichtigt werden. Die anhaltend gute Haushaltlage sorgte für zufriedene Gesichter bei den Mitgliedern der CDU Ratsfraktion auf ihrer traditionellen Klausurtagung zu Jahresbeginn. Im Mittelpunkt der ganztägigen Beratungen unter der Leitung von Fraktionschef Jörg Brunßen standen Projekte für dieses Jahr und darüber hinaus. Zeitweise nahmen Bürgermeisterin Petra Lausch und mehrere Amtsleiter aus der Verwaltung an der Sitzung teil. Zunächst einmal werden dieses Jahr Neu- und Umbauprojekte beendet. Dazu gehören die Sportanlage am Göhlen, die Oberschule Edewecht, Altenheim, Rathaus und Feuerwehr in Friedrichsfehn. Dann geht es gleich mit richtig viel Geld weiter: Die Grund- und Oberschule Friedrichsfehn soll in den kommenden Jahren für über 5 Mio. Euro erweitert werden, dieses Jahr werden die Weichen gestellt. Knapp werden Krippen-, Kindergarten- und Tagesmütterplätze. Es gibt zwar nicht mehr Kinder, aber immer mehr Eltern, die Betreuung in Anspruch nehmen. In den Kindergärten geht der Trend weg von den Nachmittags- hin zu den Vormittagsplätzen; Erweiterungen sind also notwendig. Lebhaft diskutiert wurden Ideen zur Nachnutzung vom derzeitigen Stadiongelände. Hier ergeben sich Möglichkeiten zur Freibaderweiterung um ein Babybecken. Der Wohnmobilstellplatz könnte vom Rathaus hierherziehen und es wäre auch Platz für Tennisaußenplätze, Abenteuerspielplatz, Wohnhäuser und zusätzlichen Parkraum. „Wichtig ist der CDU eine geordnete Planung“, so Jörg Brunßen. Und was wird aus dem „alten“ Altenheim? Stationäre und ambulante Pflege werden zunehmen. Denkbar wäre eine Nutzung für unterschiedliche Pflegebedarfe wie Tagespflege oder Kurzzeitpflege. Auch ein Mehrgenerationenhaus kommt in den Denkmodellen vor. Der Breitbandausbau soll in diesem Jahr weiter vorankommen. Die CDU-Fraktion hat dies mit Anträgen im Kreistag und Gemeinderat unterstützt. Weitere 5800 Haushalte sowie Schulen und Gewerbegebiete sollen bis 2021 an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

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